AVT Köln

Häufig gestellte Fragen

Ich habe nicht in Deutschland studiert, sondern im Ausland. Kann ich trotzdem in Deutschland die staatlich anerkannte Ausbildung zum Psychotherapeuten machen?

Wenn Sie Ihr Studium nicht in Deutschland abgeschlossen haben, entscheidet die Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen (ZAB), inwieweit Ihr Abschluss mit einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist und ob Sie somit berechtigt sind, in Deutschland die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zu machen. Der normale Verwaltungsablauf hierzu sieht in NRW folgendermaßen aus:

  1. Sie bewerben sich bei einem Ausbildungsinstitut Ihrer Wahl.
  2. Haben Sie ein Institut gefunden, das bereit ist Sie aufzunehmen, stellt dieses Institut mit Ihren Zeugnisunterlagen einen Antrag auf Äquivalenzüberprüfung beim zuständigen LPA.
  3. Das LPA wiederum lässt Ihren Abschluss bei der ZAB bewerten oder prüft, ob Ihr Studienabschluss bereits im Rahmen früherer Äquivalenzprüfverfahren von der ZAB bewertet wurde, und gibt dem Institut über das jeweilige Ergebnis Rückmeldung. Dieses Verfahren ist kostenlos.

Für etliche ausländische Studienabschlüsse gibt es bereits abgeschlossene Prüfverfahren, so dass man bereits vorab sagen kann, wie das Ergebnis des Prüfverfahrens aussehen wird.

Seit 2010 können Sie auch direkt bei der ZAB eine Bewertung Ihres ausländischen Abschlusses beantragen. Sie erhalten dann eine Bescheinigung über den vergleichbaren deutschen Bildungsabschluss und Informationen über Fortsetzungsmöglichkeiten des Studiums, über die Rechtsgrundlagen der Gradführung und über die Verfahren zur beruflichen Anerkennung. Das Prüfverfahren kostet für Privatpersonen € 200,-. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter: https://www.kmk.org/service/anerkennung-auslaendischer-abschluesse/zeugnisbewertung-fuer-auslaendische-hochschulqualifikationen.html

Ich habe nicht Psychologie studiert, interessiere mich aber für Psychotherapie und möchte diese gerne zu meinem Beruf machen. Was kann ich tun?

Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten steht ausschließlich Hochschulabsolventen mit einem Diplom oder Master in Psychologie offen. Wenn Sie nicht zu dieser Zielgruppe gehören und trotzdem gerne psychotherapeutisch arbeiten möchten, könnte der Berufsweg des Heilpraktikers für Sie interessant sein. Psychotherapeutische Ausbildungen, die an Heilpraktikerschulen angeboten werden, unterliegen allerdings keiner staatlichen Kontrolle. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen daher meist keine psychotherapeutischen Behandlungen durch Heilpraktiker. Heilpraktiker dürfen sich nicht "Psychotherapeut" nennen. Sie bezeichnen sich deshalb oft als Heilpraktiker (Psychotherapie), weisen ihre Praxis als "Heilpraxis für Psychotherapie" oder "Psychotherapie/HPG" (HPG = Heilpraktikergesetz) aus.

Wann startet bei der AVT ein neuer Ausbildungskurs?

Die AVT bietet derzeit dreimal im Jahr die Möglichkeit, in die Ausbildung einzusteigen: zum Jahresanfang, nach den Oster- und nach den NRW-Sommerferien. Unter Umständen kann es aber auch sinnvoll sein, in einen bereits laufenden Kurs quer einzusteigen. Solche Überlegungen erörtern wir mit Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.

Gibt es Bewerbungsfristen und wann sind die?

Nein, es gibt bei der AVT keine Bewerbungsfristen. Sie können jederzeit Ihre Bewerbung einreichen, wenn Sie absehen können, wann Sie Ihr Studium abschließen werden. Sie können sich auf diese Weise auch schon vor Ihrem Studienabschluss einen Ausbildungsplatz sichern. Wir vereinbaren mit jedem Bewerber einen persönlichen Gesprächstermin. Dabei überlegen wir mit Ihnen einen sinnvollen Einstiegszeitpunkt in die Ausbildung in Abstimmung mit Ihren letzten Studienleistungen oder z. B. daran anschließenden Reiseplänen.

Bieten Sie auch die fünfjährige Ausbildung an?

Seit 2010 bieten wir auch die fünfjährige Ausbildung an. Bevor Sie sich dazu entscheiden, empfehlen wir Ihnen unseren Exkurs: Vollzeitausbildung - Teilzeitausbildung. Vereinbaren Sie mit uns einen unverbindlichen Beratungstermin. Im persönlichen Gespräch analysieren wir gerne mit Ihnen gemeinsam Ihre persönlichen Lebensbedingungen und beraten Sie dann auf dem Hintergrund unserer langjährigen Erfahrungen mit Teilnehmern, die unter schwierigen Bedingungen ihre Ausbildung geschafft haben.