AVT Köln

„In allen sozialen Berufen ist die eigene Persönlichkeit das wichtigste Instrument; die Grenzen ihrer Belastbarkeit und Flexibilität sind zugleich Grenzen unseres Handelns.“ (Wolfgang Schmidtbauer)

In der ambulanten Arbeit finden wir uns immer wieder konfrontiert mit Personen, mit denen wir uns „unter Druck“ und unsere Arbeit als besonders anstrengend und herausfordernd erleben. Oder wir erleben die laufende Therapie als nicht gut genug, sinnlos und festgefahren. Häufig liegt diesem Erleben ein eigenes frustriertes Bedürfnis zu Grunde, das sich durch starke Gefühle äußert, für die wir im Laufe unseres Lebens eine bestimmte Bewältigung gefunden haben, die nun jedoch unsere Arbeit als Therapeut*in „erschwert“.

Ich möchte deshalb in diesem Seminar die Brücke schlagen zwischen der Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung und der ambulanten Arbeit im Einzelsetting. Es wird die Möglichkeit geboten, das eigene Erleben während schwieriger Sitzungen vor dem Hintergrund der eigenen Biographie und erlernter Bewältigungsstile besser zu verstehen und zu verändern.

Der gemeinsamen Arbeit liegt das in der Schematherapie entwickelte Modusmodell zu Grunde, dass wir in vereinfachter Form (kindliche Modi & Bewältigungsstile) erarbeiten werden. Anschließend werden alternative Arten des Umgangs im Innen und Außen erprobt und geübt. Ziel ist es, frei, authentisch und individuell (im Sinne des gesunden Erwachsenen) auftreten und arbeiten zu können.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Selbsterfahrung und damit zur aktiven Teilnahme. Schematherapeutiche Vorkenntnisse sind nicht notwendig  ich bitte aber darum, ein eigenes Kinderfoto zum Seminar mitzubringen.