Timo Slotta - Diskriminierungssensible Psychotherapie – wenn ein Unterschied einen Unterschied macht
| Dozent: | Slotta |
| Tag 1: | 26.02.2027, 17:00 - 20:15 Uhr (4 UE) |
| Ort: | AVT GmbH Venloer Straße 47-53 50672Köln |
| Online-Buchung öffnet: | 25.09.2026 00:00 Uhr |
| Online-Buchung schließt: | 24.02.2027 00:00 Uhr |
Fortbildungsbeschreibung
In der Psychotherapie begegnen wir Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Religionen, sexueller Orientierungen, Behinderungsgrade, Geschlechter, sozioökonomischer Hintergründe und Körpermaße. Solche und weitere soziale Identitätsmerkmale gehen mit Diskriminierungserfahrungen einher, die sowohl inner- als auch außerhalb des Versorgungssystems auftreten können. Nachgewiesenermaßen können sie die Vulnerabilität für psychische Störungen erhöhen und den Therapieprozess maßgeblich beeinflussen.
Konkret äußert sich dies etwa in der Häufung psychischer Störungen innerhalb marginalisierter Gruppen und dem robusten Befund, dass sich marginalisierte Klient*innen in Ihrer Lebensrealität häufig nicht von ihren Psychotherapeut*innen verstanden fühlen. Um dennoch eine faire Versorgung zu gewährleisten, muss ein konstruktiver Umgang mit struktureller Diskriminierung in der Psychotherapie gefunden werden.
Dieser Workshop vermittelt Einblicke in unterschiedliche Diskriminierungsformen und potenzielle Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sowie Ideen, entsprechendes Wissen und Theorien für die Therapie nutzbar zu machen. Es werden Impulse gegeben zur Reflexion eigener Identitätsaspekte, Privilegien, Werte und psychotherapeutischer Grundhaltungen. Fallbeispiele und praxisnahe Implikationen sollen die Schaffung einer inklusiven therapeutischen Umgebung unterstützen.